Forschungsschwerpunkte

 

Das Forschungsprogramm besteht schwerpunktmäßig aus den Bereichen
Steuer- und Finanzpsychologie
Schattenwirtschaft
Unternehmensforschung
Konsumforschung
Neue Technologien
Transformationsforschung

 

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Steuer- und Finanzpsychologie


Günter
Schmölders gilt als Pionier der deutschen Steuerpsychologie; in den fünfziger Jahren erweiterte er bestehende Modelle und theoretische Ansätze um finanz- und sozialpsychologische, politologische und soziologische Aspekte und prägte Begriffe wie Steuermoral und Steuermentalität. Seit der Gründung der Forschungsstelle zählt die Steuer- und Finanzpsychologie zu den zentralen und traditionellen Forschungsgebieten und umfasst ein weites Spektrum aktueller Forschungsthemen: Steuerbelastung und Steuerwiderstand, das Zensitenverhalten mittelständischer Unternehmen, die Belastung privater Haushalte durch indirekte Steuern, die Wahrnehmung und Einstellung zu steuer- und finanzpolitischen Problemen gehören zu den Inhalten empirischer Forschungstätigkeit des Institutes, sowohl auf nationaler Ebene als auch international vergleichend. Allein in den 90er Jahren wurden fünf empirische Studien zur Steuerpsychologie durchgeführt (1990, 1994, 1995, 1997 und 1999); 2008 folgte die bislang letzte Untersuchung. Forschungsberichte sind erhältlich beim Bund der Steuerzahler, Nordrhein-Westfalen e.V..

Was ist Steuerpsychologie?
 

 

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Schattenwirtschaft


Die Erforschung der Schattenwirtschaft, ein Begriff, den Schmölders in die wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftspolitische Diskussion einführte, ist ein weiterer Schwerpunkt des Forschungsprogramms der Forschungsstelle. Bereits Ende der siebziger Jahre verwies Schmölders auf die volkswirtschaftliche und finanzpolitische Bedeutung der bis dahin vernachlässigten Schattenwirtschaft. Die Ungenauigkeit indirekt vorgehender makroökonomischer Untersuchungsansätze war für die Forschungsstelle der Ausgangspunkt dafür, das im Schatten des offiziellen Wirtschaftskreislaufs stattfindende Wirtschaftsleben (die Schattenwirtschaft) auf der Grundlage der sozialökonomischen Verhaltensforschung zu untersuchen.
 

 

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Unternehmensforschung


Ausgehend von aktuell interessierenden und für wirtschaftspolitische Entscheidungen notwendigen volks- und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen legt die Forschungsstelle im Rahmen der Unternehmensforschung besonderes Gewicht auf die Erforschung mittelständischen Unternehmerverhaltens. In diesem seit jeher traditionellen Forschungsschwerpunkt liegen umfangreiche Forschungsergebnisse zu den Bereichen Wirtschaftsförderung, Unternehmerbild, Unternehmerverhalten und Selbständigkeitsbewusstsein, Führungskräfte sowie zur Auseinandersetzung mit verbraucherpolitischen Tendenzen zum Teil sowohl national als auch international vergleichend vor.
 

 

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Konsumforschung


Die Erforschung des Konsum- und Konsumentenverhaltens ist ebenfalls traditionelles Forschungsthema. Die Arbeiten der Forschungsstelle auf diesem Gebiet haben wesentlich dazu beigetragen, die empirische Theorie des Konsumenten- und Sparerverhaltens unter strukturellen und konjunkturellen Aspekten durch mikroökonomische Analysen zu erweitern. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten wurde der "Konsumklimaindex" als Indikator der konjunkturellen Veränderungen des privaten Konsums entwickelt. Dieses in der wirtschaftspolitischen Praxis wichtigste Konjunkturprognoseinstrument des Verbraucherverhaltens wurde in umfangreichen, national und international vergleichenden Zeitreihenanalysen (auf EU-Ebene) entwickelt.
 

 

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Neue Technologien


Akzeptanz und Anwendung neuer Technologien geraten aufgrund des technologischen Fortschritts immer stärker ins Zentrum der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten. Vor allem das Innovationsverhalten mittelständischer Unternehmen steht hier im Mittelpunkt des Forschungsinteresses der Forschungsstelle. Sowohl übergreifende Fragestellungen wie die Analyse der Bestimmungsgründe für die Übernahme technischer Neuerungen und technologischer Innovationen als auch spezifisch wirtschaftspolitisch relevante Themen, wie die öffentliche Förderung von Forschung und Entwicklung, wurden hier bereits bearbeitet; weitere Forschungsprojekte betreffen die Akzeptanz und Anwendung von EDV-Systemen und neuen Informations- und Kommunikationssystemen.
 

 

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Der Transformationsprozess von der Planwirtschaft zur Sozialen Marktwirtschaft in Osteuropa


Die Probleme des Transformationsprozesses in Osteuropa wurden regelmäßig auf verschiedenen Ebenen (ordnungspolitische Rahmenbedingungen, institutionelle Strukturen, Verhalten und Einstellungen) und in sozioökonomischen Bereichen empirisch erforscht: Einstellung zur neuen Wirtschaftsordnung, Spar- und Anlageverhalten, die Lebenssituation privater Haushalte u.ä. Die Forschungsarbeiten konzentrierten sich insbesondere auf die neuen deutschen Bundesländer, auf Polen, die Tschechische Republik, die Slowakische Republik, Ungarn, Russland und die Ukraine.
Von 1997-2002 wurden im Rahmen des Transformationsbarometer Osteuropa (TBO) jährlich der Stand der makroökonomischen Entwicklung und die Einstellungen der Menschen zum Transformationsprozess in Polen, Tschechien, Ungarn, Russland und der Ukraine analysiert.